Den Medienvertretern erklärte IPRO-Geschäftsführer Martin Himmelsbach beim traditionellen Pressegespräch auf der opti in konzentrierter Form, mit welchen Projekten er und sein Team dafür sorgen wollen, dass die mittelständische Augenoptik und Hörakustik auch im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz (KI) wettbewerbsfähig bleiben.

Ehe er auf die vielen schönen Produktinnovationen zu sprechen kam, die IPRO auf der Messe präsentieren konnte, kam das Grundsätzliche. „Mein Appell lautet: Ihr müsst jetzt springen, nehmt die Digitalisierung in Eure Hände und macht was draus! Ich sage das so deutlich, weil wir ein Jahr hinter uns haben, in dem ein Viertel der augenoptischen Fachbetriebe den Eigentümer gewechselt haben. Leider oft ohne, dass diese Gelegenheit zur digitalen Neuorientierung genutzt wurde. Und es war ein Jahr, in dem einige Allianzen geschmiedet wurden, die wir nur schwer verstehen können. Da sind Formen der Konzentration im Gange, denen ein mittelständischer Augenoptiker nicht einfach so zusehen kann.“ Doch vor allem beim Blick auf den Zustand der Prozessdigitalisierung sehe er in den wenigsten Betrieben Anlass zur Freude.

IPRO versteht sich als „Flächenanbieter“, dessen Produkte ein großes Spektrum abdecken. Abgesehen von den Basisprogrammen und den vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Features entscheidet jeder Kunde selbst, welche Tools er nutzen will. „Auch auf dieser OPTI müssen wir wieder einige erzwungene Entwicklungen vorstellen“, erklärt Himmelsbach. „Im Zusammenhang mit der neuen Lösung für die Kassensicherheitsverordnung kann man eigentlich nur sagen: Es ist schade, dass dieses Land in den Finanzministerien so schlechtes Personal hat. Man könnte so etwas schlanker, besser, freundlicher machen, aber es entscheiden Leute, die keine Ahnung haben.“ Selbstverständlich entspringen nicht alle Produktneuheiten solchen Ärgernissen. „Wir haben uns wieder ausführlicher mit dem Thema Contactlinse beschäftigt und stellen nun ein neues professionelles CL-Paket vor, das alles abbildet, was sich im Bereich der multifokalen CL tut und mit den großen Datenmengen zurechtkommt“, so Himmelsbach. Auch die Familie der PASKAL-3D-Anwendungen freut sich über hochkarätigen Zuwachs: Das neue Nahglasbestimmungs-Modul PASKAL N löst endgültig die alten Pappe-Tafeln ab, die der Kunde bisher vorgehalten bekam. Nun werden iPads eingesetzt, die nicht nur eine Reihe innovativer Tests anbieten, sondern auch automatisch die Entfernung zwischen Auge und iPad messen und verarbeiten.
Um ein Geschäftsfeld, mit dem britische Kollegen längst viel Geld verdienen, auch hierzulande zu erschließen, wurde mit MyEyeTrainer eine Applikation für das Visualtraining entwickelt.
Ein für IPRO typisches Spektakel war der Innovationsjam am Freitagnachmittag (siehe Bild). Martin Himmelsbach hatte den Geschäftsführer der 2do digital GmbH, Dominik Scheppelmann, eingeladen, um gemeinsam die Idee einer neuen digitalen Kundenkarte als App für alle Smartphone-Betriebssysteme vorzustellen. „Am Konzept für ein solches Gate für alles rund um Augenoptik und Hörakustik haben wir fünf Jahre lang gearbeitet“, erklärte Himmelsbach. „Jetzt glauben wir, ein Konzept zu haben, das alles leisten kann, was wir haben wollten.“ Jeder Anwender, der den (noch zu programmierenden) neuen winIPRO-Baustein erwirbt, kann für seine Kunden „Token Codes“ generieren, mit denen diese die kostenlose App freischalten. Vom Brillen-, CL- und Hörgerätepass über Chats in CL- und Hörgeräte-Clubs bis zur Kommunikation und Terminkoordination zwischen Optiker bzw. Hörakustiker und Kunden soll sich alles über die App abwickeln lassen.



Augenoptiker- und Optometristenverband NRW
(Landesinnungsverband)
Ruhrallee 9
44139 Dortmund

Telefon 0231 55 22-100
Fax 0231 55 22-111
E-Mail info(at)aov-nrw.de ×