In Teil 1 der Optikernetz-Beitragsreihe „Unternehmenskauf“ ging es um die Einbindung von Förderbanken bei der Finanzierung des Unternehmenskaufes. Eine besondere Bedeutung kommt bei der Finanzierbarkeit – ob mit oder ohne Förderbank – dem Thema „Sicherheiten“ zu.

Sollten Kaufinteressenten keine auseichenden Sicherheiten vorweisen können, muss das nicht gleichbedeutend mit einem Finanzierungs-Aus sein. Gelingt es dem Gründer mit seinem Berater in Zusammenarbeit mit der finanzierenden Bank die Bürgschaftsbank von dem Vorhaben zu überzeugen und ins Boot zu holen, übernimmt diese eine Ausfallbürgschaft. Die Gebühren, die je nach Bundesland variieren, stellen für den Gründer meist kein Hindernis dar, da nur durch sie die Finanzierung erst möglich wird.

Knackpunkt bei der Finanzierbarkeit ist dann allenfalls der geforderte Anteil an eigenen Mitteln. Sollte der eigene Sparstrumpf dafür nicht reichen und sich kein „Sponsor“ aus dem engsten Familienkreis finden, besteht die Möglichkeit, den Betrag über ein Nachrangdarlehen von Privat in die Gesamtfinanzierung einzubringen. Gerne von Banken und Förderinstituten gesehen: Wenn der Altunternehmer ein solches Eigenkapitalersatzdarlehen gewährt und das Nachfolgevorhaben und damit verbundene Risiko auf diese Weise ein Stück weit ideell mitträgt. Zwingend vorausgesetzt wird die Abgabe einer Rangrücktrittserklärung.

Wenn der eingebrachte Betrag doch aus der Spardose kommt, so ist betriebswirtschaftlich einzuplanen, dass dieser Betrag schnellstmöglich aus der Liquidität heraus an seine Quelle zurückfließt, ohne auf eine branchenübliche Privatentnahme zu verzichten. Solch eine Einlage ist in einem aussichtsreichen Nachfolgevorhaben sinnvoller und rentabler angelegt als für einen Bruchteil eines Prozentes p.a. auf einem Sparkonto.

Mehr erfahren Sie in der kommenden Woche in der Fortsetzung.

 

Bisher erschienen:

Unternehmenskauf: Für die Finanzierung findet sich meistens eine Lösung (Teil 1)



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